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Die heutige Empfehlung für Online-Nachrichtenmagazine: Verteilen Sie Ihre Artikel jeweils auf möglichst vielen Seiten. So können Sie Ihre Werbekunden mit noch mehr Page-Impressions beeindrucken. Und Ihre Leser freuen sich, dass sie während des Lesens eines Artikels immer mal wieder einen Augenblick Zeit haben zum Nachdenken, Kaffee schlürfen oder Nasebohren.
Ach ja: mehr Bilder dieser Riten finden sich hier und hier.
Man ist sich bei Vattenfall wohl selbst nicht mehr so ganz sicher, ob das Betreiben von Atomkraftwerken so eine gute Sache ist. Mit öffentlichen Überlegungen, die Lizenzen für die Atomkraftwerke Brunsbüttel und Krümmel an Eon zu übertragen, und sich somit in Deutschland komplett aus der Kernkraft zurückzuziehen, vollzieht der Energiekonzern eine ziemlich überraschende Wende in seiner Firmen- und seiner Informationspolitik.
Eigentlich hat man bei Vatenfall noch an eine lange Zukunft seiner Kraftwerke geglaubt. So hat Vattenfall vor nicht allzulanger Zeit noch versucht, die Restlaufzeiten seiner Atomkraftwerke auszudehnen. Jetzt bringt lediglich eine Reihe meldepflichtiger, aber ungefährlicher Ereignisse (sagt Vattenfall selbst) und etwas öffentliche Diskussion Vattenfall zum Zweifeln. Erstaunlich.
Ebenfalls erstaunlich ist die neue Offenheit, die Vattenfall an den Tag legt, nachdem man sich zuvor eher zurückhaltend zeigte und sich deshalb harsche Kritik einhandelte: Dass man die Öffentlichkeit schon über bloße Überlegungen über einen Strategiewechsel informiert, kann durchaus als sehr offene, wenn nicht gar (über-) mutige Informationspolitik angesehen werden. Würde Vattenfall sich doch entscheiden, seine Kraftwerke weiter selbst zu betreiben, würde das schon angekratze Image nun endgültig ramponiert. Ein AKW-Betreiber mit Selbstzweifeln wird sehr große Probleme haben, glaubhaft zu beteuern, seine Werke wären sicher.
Aber auch wenn Vattenfall seine Lizenz an Eon abgibt, bleiben die tatsächlichen Gründe obskur. Laut Spiegel soll dieser Schritt die Kraftwerke wieder aus der Kritik nehmen, da Eon noch ein besseres Ansehen als Kraftwerksbetreiber besitzt. Dies wäre aber für Vattenfall ein sehr selbstloser Beweggrund, da die Abgabe der Lizenz sicherlich finanzielle Einbußen bei Vattenfall mit sich bringen wird. Und ein Energiekonzern ohne Kernkraftwerke hat auch nicht wirklich einen Vorteil von einem besseren Image dieser.
Update: Wohl doch keine neue Offenheit: Vattenfall widerspricht Spiegel-Bericht
Live Earth ist eine Konzertserie, die am 7. Juli 2007 in neun Städten rund um die Welt stattfinden und Anstoß zu einer globalen Bewegung gegen den Klimawandel sein wird.
www.liveearthhamburg.de, ganz weit unten, oder auch www.liveearth.org/event.php
Nicht unbescheiden geben sich die Live-Earth-Organisatoren mit ihrer Selbstdarstellung auf den Websites zu dem Event, dem jetzt gerade auf allen Kontinenten der Erde Millionen von Menschen beiwohnen.
Nun gibt es da aber ein kleines Problem: Solche Mega-Events produzieren selbst sehr große Mengen des klimagefährdenden Kohlendioxids. Man schätzt etwa 110 000 Tonnen. Was bei einer Veranstaltung zum Klimaschutz natürlich ziemlich paradox ist.
The belief that a rock concert can save the planet is a bit like thinking that Christmas or Thanksgiving can save turkeys.
So handelt sich Live Earth von vielen Seiten Vorwürfe der Heuchlerei und Unmoral ein. Die Live-Earth-Organisatoren halten dagegen, dass man den CO2-Verbrauch des Events durch diverse Ausgleichsmaßnahmen kompensieren wolle. In Deutschland sollen etwa 30 Cent des Preises eines Live-Earth-Tickets zur Anpflanzung von Bäumen auf der südlichen Halbkugel genutzt werden.
Andererseits: Die globale Erwärmung ist ein Thema, das nach wie vor noch nicht ausreichend im Bewusstsein vieler Menschen verankert ist. Ohne Aufmerksamkeit wird es auch zu keinen massiven Veränderungen kommen, welche dringend notwendig wären. Uns eins muss man den Live-Earth-Konzerten lassen: Aufmerksamkeit erzielen sie in einem sehr hohen Maße.
Aufmerksamkeit kann jedoch schnell wieder verfliegen. Die Frage muss lauten: Was bleibt hängen?
Werden signifikant viele Menschen Energiesparlampen benutzen, Heizkosten sparen oder aufhören, ihren SUV zu fahren? Ich glaube kaum. Solche konkreten Maßnahmen wurden bei Live Earth viel zu wenig dargestellt. Insbesondere die Künstler äußerten sich kaum derartig konkret. Meines Erachtens hat man hier viel Potential verschenkt: Eine 30 Cent Abgabe, die mit Baumanpflanzungen weit, weit weg das Gewissen der Besucher beruhigt, ist ein Witz. Auch wirkt es nicht sonderlich entschlossen, wenn ein “Shuttleservice” für die Live-Earth-Künstler mit Smart-Fahrzeugen angeboten wird, man in den wenigen Klimaschutztipps aber für Car-Sharing, Fahrradfahren oder ähnliches wirbt.
Wird man wenigstens in der Zukunft vermehrt aufhorchen, wenn es um klimapolitsche Entscheidungen geht, wenn über neue Erkenntnisse zur Erderwärmung berichtet wird? Ich weiß es nicht. Aber ich hoffe es.
Oder wird es dann doch so enden?
No, the big, fat message of Live Earth will be that it’s okay to be a hypocrite.
Wir kommen endlich zur Fortsetzung der kleinen Reihe von hilfreichen Tipps und Tricks für Webmaster mit leicht sadistischen Neigungen.
Heute: Links die manchmal funktionieren.
Der Trick liegt darin, JavaScript-Code im HREF-Attribut eines Links einzubetten. Mehr Details dazu finden sich zum Beispiel hier.












