nothingnew im Juli 2006

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Zufälliges Wikipedia-Fundstück während der Recherche von eben:
Die neun Berufe mit den meisten tödlich endenden Unfällen (Berufe mit den meisten Todesfällen zuerst):

  1. Fensterputzer
  2. Soldat
  3. Feuerwehrmann
  4. Hochseefischer
  5. Pilot
  6. Polizeibeamter
  7. Dachdecker
  8. Gerüstarbeiter
  9. Zirkusartist

Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Beruf#Gefahrgeneigte_Berufe
Zumindest Platz 1 hätte ich nicht vermutet. Auch nicht mit dem Argument, dass es in den USA wesentlich mehr gefährliche Einsatzgebiete für Fensterputzer gibt als in Europa.

(Aufs Wesentliche gekürztes) Gedächtnisprotokoll eines Telefonanrufs, den ich soeben bekommen habe. Telefonnummer des Anrufers wurde übermittelt, das heißt die Spam-Wahrscheinlichkeit ist eigentlich sehr gering.

Ich: Hallo?

Anrufer: Guten Tag, Name vergessen, von der Firma JB. Ich habe einen Besuchsauftrag für Sie und möchte fragen, ob es Ihnen Montag um 16 Uhr oder Dienstag um 18 Uhr passt.

Ich: ???

In meinen Gedanken formen sich diverse Theorien, was ein “Besuchsauftrag” ist, warum Firmen beauftragt werden, mich zu besuchen, und ob Auswanderung in ferne Länder noch eine Option ist. Mafia? Inkassobüro? Privatdetektiv mit dem Auftrag zum Vaterschaftstest?

Ich: Öhhhhm, warum haben Sie einen Betru… äh, Besuchsauftrag für mich?

Der Betru… war übrigens keine geschickt platzierte Spitze, sondern wirklich ein freudscher Versprecher der reinsten Form. Es schließt sich einiges Ha-Ha-Ha meiner- und anruferseits an, das Wetter, jaja, nicht mehr richtig denken, und so weiter. Aber zurück zum Kern:

Anrufer: Ja, weil mein Chef mir gesagt hat, dass ich Sie mal besuchen soll.

So langsam hoffe und glaube ich, dass auch beim Anrufer eine wetterbedingte Behinderung der Kommunikationsfähigkeit vorliegt.

Ich: Aber welchem Zweck dient der Besuch?

Anrufer: Ich soll eine berufständische Beratung machen.

Ich (schon wieder): ???

Okay, denke ich mir, das Wort “Beratung” und dessen Bedeutung kenne ich. Die Existenz des Wortes “Berufsstand” ist mir auch durchaus bewusst, von dessen Bedeutung habe ich allerdings bestenfalls nur eine grobe Intuition, die in Richtung Handelskammern oder ähnlichem geht (Nachträgliche Anmerkung: Wikipedia hilft bei der Frage, was ein Berufsstand ist, übrigens auch nicht weiter).

Ich (erwägend, dass ich vorhin irgendwas in Richtung IHK überhört habe): Von welcher Firma sind Sie nochmal?

Anrufer: Von der Firma JB aus Harsewinkel!
Ich: Aha. Ich muss gestehen, dass ich nicht wirklich weiß, was eine berufsständische Beratung ist.

Anrufer: Naja, da wird erklärt, worauf man so achten muss, bei den Finanzen und bei der Zukunft.

Ich kann zwar immer noch nicht hundertprozentig ausschließen, dass das was mit der Handelskammer zu tun hat, mir dämmert jedoch so langsam, dass man mir doch nur wieder Versicherungen verkaufen will.

Dies bestätigt sich auch bei der Antwort auf die Frage, was denn die Firma mache. Der Rest des Gespräches ist nicht weiter interessant, es besteht aus dem üblichen Kein-Interesse—Aber-Ihnen-Entgeht-Was-Ping-Pong-Spiel.

Was ich mich nun frage: War diese kommunikative Salamitaktik Absicht oder Unvermögen? Einerseits könnte es schon eine gute Strategie sein, nichtsahnende Leute mit einer Terminanfrage zu überrumpeln. Aber: Macht wirklich jemand einen Termin, ohne zu wissen, wofür?

Die Firma JB in Harsewinkel scheint übrigens die Jugendsparberatung Bauspar- u. Versicherungsvermittlung GmbH zu sein. Jugendsparberatung … ich fühle mich geschmeichelt :-)

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Quizfrage: Woraus stammt folgendes Capture?

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a) Dem SAT.1-Nachtprogramm der 90er Jahre
b) Der neuen Levis-Werbung
c) Einem Videoclip von Muse
d) Der Pilotsendung einer neuen Big-Brother-Variante

Mehr …

Zwar hat das neue Muse-Album durchaus gemischte Reaktionen hervorgerufen, ich hätte allerdings nicht erwartet, dass sich daraufhin ein derartig radikaler Ausverkauf entwickelt. Eben gerade bei http://www.allposters.de:
Muse-Ausverkauf

Infopost

Animatöse: “Zwei Wörter mit Ei - das ist nur noch was für Experten. Da kommt um diese Zeit niemand mehr drauf …”

(Gefühlte) Stunden später, Anrufer: “Sternenzerstörerbetriebsanleitung …”

Oh Mann. Das muss wirklich eine düstere Science-Fiction-Zukunftsvision sein, die da gerade abläuft.

Es grüßt eine weitere Selbstmitteilungsdrangsstillungsmaschine!